Sisis Suche nach dem Sehnsuchtsort

Der Band befasst sich mit den Wohnwelten einer Monarchin, das klingt luxuriös und behaglich. Er erzählt aber die dramatische Geschichte einer nicht enden wollenden Odyssee. 

 

Der Münchner Historiker und Schriftsteller Alfons Schweiggert nähert sich der österreichischen Kaiserin Elisabeth (1837 – 1898) aus einem originellen Blickwinkel: Er hat die unablässige Suche nach ihrem Seelenort untersucht, ihre immer neu begonnene  Flucht vor dem verhassten Wiener Hofstaat, ihre Sehnsucht nach Freiheit und Einssein mit der Natur. 

 

Und es waren nicht immer nur Schlösser, Burgen, Grandhotels oder Jachten, wo die Kaiserin „Sisi“, vergeblich, innere Ruhe und Geborgenheit suchte. Auch kleinere Gasthäuser, Pensionen, Privatvillen, Ski- und Jagdhütten dienten ihr als zeitweiliges Domizil. 150 solcher Orte zeigt Schweiggerts Buch, sie spiegeln die Ratlosigkeit und oft auch Verzweiflung einer geplagten Seele - über 2000 Mal hat die Kaiserin in ihrem Leben den Ort gewechselt.

In einem eigenen Abschnitt beschreibt Schweiggert die drei Kuraufenthalte der Kaiserin in Langenschwalbach, 1871, 1889 und 1897. Unter dem Pseudonym „Gräfin von Hohenems“ logierte die Monarchin im „Hôtel de la Promenade“ (siehe Ausriss), das zusammen mit dem „Gasthaus zum Allee-Saal“ einen Gebäudekomplex bildete und später „Hotel Alleesaal“ hieß. Das letzte Mal kam sie am 10. Juni 1897, obwohl sie kurz zuvor bereits eine vierwöchige Kur in Bad Kissingen hinter sich hatte. 

 

Schweiggert erzählt einige Anekdoten, die in Bad Schwalbach natürlich bekannt sind und bei den örtlichen Stadtführungen auch gerne ausgeschmückt werden. Von den morgendlichen Besuchen im Café Wagner. Von den Langenschwalbachern, die gebeten wurden, den hohen Gast in Frieden zu lassen und dann doch gelegentlich so zudringlich wurden, dass ihnen die Kurverwaltung mit dem Entzug der Brunnenkarte drohte. Von der Anhöhe Busemach, wo die wanderfreudige Sisi mit ihrem Vorleser Mr. Barker und ihrer Hofdame Irma Gräfin Sztáray öfter die Aussicht auf den Ort genoss - dort steht heute der Elisabethen-Tempel.

 

Hell aufgelacht habe Sisi, so berichtet Schweiggert, bei einem Besuch in Rauenthal. Mutter Winter, die Besitzerin des Nassauer Hofs, habe ihr dort einen Guglhupf gebacken, sie zur Weinprobe eingeladen und dabei erläutert: „Das ist der Wein, von dem die Weiberln zutunlich werden.“ In Langenschwalbach wiederum sei die pferdeversessene Kaiserin einem 74 Jahre alten ehemaligen Kunstreiter des Zirkus Renz begegnet, der „ihr etwas vorturnt und dessen Elastizität sie als höchst ‚beneidenswert’ empfindet“.

 

Am Ende ihres Besuchs versprach die Kaiserin, bald wieder zu kommen. Doch es kam anders: Im Jahr darauf wurde Sisi von einem Attentäter in Genf ermordet. Und die Langenschwalbacher trauerten um einen ihrer  prominentesten Gäste, Schweiggert: „Damals wurden in Bad Langenschwalbach alle abendlichen Kurveranstaltungen abgesagt und die Fahnen auf Halbmast gesetzt.“

 

Alfons Schweiggert, Sisis Wohnwelten. Traumschlösser, Seelenorte und Fluchtburgen der Kaiserin von Österreich. Allitera Verlag/edition monacensia, München 2018, 208 Seiten, 29,90 Euro).


Prominenz in einem mondänen Kurort

„Entsteigst Du des Moores Grund, so wirst Du ganz und gar gesund! Durch Moor und Stahl erhältst Du Kinder ohne Zahl!“ Mit diesem Versprechen schmückte der Magistrat des Bades „Langenschwalbach“ in den schwierigen Inflationszeiten die Rückseite eines Notgeldscheines (1920). In der Tat war das Kurbad, das einst seiner langgestreckten Form am schwallenden Bach wegen als „Langenschwalbach“ weltberühmt war, ein Ort, der eine Ausnahmestellung bei Frauenleiden besaß. Sicher auch, weil man dem Moor wie auch den heilenden Wässern eine Steigerung der Fruchtbarkeit zuschrieb.

 

Den Anfang nahm die Geschichte als Badeort mit dem berühmten Doktor aus Worms, genannt Tabernaemontanus. Dieser hatte die sprudelnden Wasser schon im Jahre 1568 dem mächtigen Kurfürsten von Mainz und dessen Bruder zu Heilzwecken verschrieben. Auf stolze 450 Jahre Tradition als Bade- und Kurstadt kann Bad Schwalbach also nun zurückblicken. Das älteste Staatsbad Hessens war früher ein charismatischer Ort, an dem sich die Prominenz aus aller Welt ein Stelldichein gab.

 

Adel, Staatsgäste und Politiker

 

Aus der Welt der Mächtigen, der feudalen Herrscher oder der demokratisch gewählten Staatenlenker, seien einige Namen erwähnt.

 

Der Weihbischof von Speyer, Heinrich Fabricius (1520-1595), hielt sich schon 1583 zur Kur in dem aufsteigenden Kurort auf. Zu den ersten prominenten Kurgästen zählte im 16. Jh. auch Ritter Johann Gottfried von Berlichingen zu Neuenstetten. Der Enkel des berühmten Reichsritters Gottfried „Götz“ von Berlichingen (des „Ritters mit der eisernen Hand“), dem Goethe in seinem Theaterstück später ein Denkmal setzte, nahm hier sein letztes Bad. Der Rittersmann verstarb 1588 während seiner Kur in Langenschwalbach. Sein Epitaph, das ihn in einer Prunkrüstung zeigt, befindet sich in der Martin-Luther-Kirche.

 

Mit dem Besuch der Königin von Dänemark im Jahre 1601 nahm der Reigen der regierenden Gäste seinen Anfang. Dänemark galt damals als wichtige Seemacht und war ein starker politischer Player.

 

Als Ehefrau des französischen Kaisers Napoleon III. war Eugénie de Montijo (1826-1920) berühmt. Sie war von 1853 bis 1870 Kaiserin von Frankreich und die letzte Monarchin dieses Landes. Ihr zu Ehren wurde in Bad Schwalbach die „Villa Eugénie“ benannt, die am Kurpark noch heute zu bewundern ist.

 

König Ludwig II. von Bayern (1825-1864) soll bei seinen Besuchen im vornehmen „Hotel Tivoli“ gewohnt haben (später „Hotel Victoria“).

 

Insgesamt dreimal, 1871, 1889 und 1897, kommt die österreichische Kaiserin Elisabeth ("Sisi") unter dem Pseudonym "Gräfin von Hohenems" zur Erholung nach Langenschwalbach. Sie logiert im "Hotel de la Promenade", das dem "Gasthaus zum Allee-Saal" angeschlossen war, und kauft ihr Frühstück (Brezeln, Anisplätzchen und dunkel gebackenen Streuselkuchen) im "Café Wagner". 

 

 Theodore Roosevelt (1858-1919) war ein amerikanischer Politiker, der in den Jahren von 1901 bis 1909 die Geschicke der Vereinigten Staaten als 26. Präsident in der Geschichte seines Landes lenkte. An der Empfehlung des Kurortes im Taunus soll u. a. der amerikanische Unternehmer John Harvey Kellogg (1852-1943) beteiligt gewesen sein, der 1894 drei Monate in Schwalbach logiert hatte.

 

Besonders folgenreich war der Kuraufenthalt des britischen Aristokraten George Edward Herbert Earl of Carnavon (1866-1923), genannt Lord Carnavon. Er war in Schwalbach zur Kur, verunglückte hier jedoch im Jahre 1901 bei einem der ersten Automobil-Unfälle auf der Bäderstraße schwer. Unter den Unfallfolgen hatte der Kurgast bis zum Lebensende zu leiden. Der Rat eines Kur-Arztes soll ihm den Weg ins warme Ägypten gewiesen haben, wo er sich nun während der Wintermonate gern aufhielt.

 

Durch die auf den Unfall zurückgehenden Ägyptenreisen kam der Aristokrat in Kontakt mit dem Archäologen Howard Carter, den Mitentdecker des Königsgrabes von Tutanch Amun. Lord Carnavon finanzierte nun die Grabungen Carters im Tal der Könige. Die Zusammenarbeit begann 1907. Die Entdeckung des legendären Grabes von Tutanch Amun gelang beiden im Jahre 1922. Carnavon verstarb bald darauf in Kairo (1923).

 

Dichter, Denker, Künstler

 

Aus der Welt des Geistes und der Kunst haben immer wieder namhafte Dichter und Denker der kleinen Stadt im Taunus die Aufwartung gemacht.

 

Als Illustrator zu Weltruhm gekommen ist der schweizerisch-deutsche Kupferstecher Matthäus Merian der Ältere (1593-1650), der aus einer vornehmen Basler Familie stammte. Er hielt sich mehrfach in der Stadt auf, von der er auch Ansichten schuf. In Frankfurt zum Verleger geworden (der Merian-Verlag besteht bis heute), suchte er seiner Krankheit wegen Langenschwalbach auf, wo er nach langem Leiden im Jahre 1650 denn auch verstarb.

 

Seine Tochter Maria Sibylla Merian (1647-1717) muss die Liebe zu Bad Schwalbach von ihrem Vater geerbt haben, den sie gleichwohl kaum noch erleben durfte. Sie wurde als Naturforscherin und Botanikerin berühmt. Als Ertrag ihrer zweijährigen Reise in die niederländische Kolonie Surinam (ab 1699) konnte sie 1705 ihr Hauptwerk veröffentlichen, das sich mit der Metamorphose der Schmetterlinge befasste. Durch ihr Porträt auf dem 500-DM-Schein wurde die Pionierin der Botanik zu einer der prominentesten Frauen der deutschen Geschichte.

 

Der vielreisende Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) logierte zweimal in der Stadt. Nach seinen Beobachtungen des brennenden Mainz, die er später in einem fiktiven Tagebuch zusammenfasste („Belagerung von Mainz“, 1820), reiste der Weimarer Dichterfürst im Jahre 1793 gleich nach Langenschwalbach weiter. Sein erstes Logis nahm er damals im Gasthaus „Zum Rappen“, das auch Kaiserliches Posthaus war (Brunnenstr. 47).

 

Als eine der ersten weiblichen Schriftstellerinnen tätig war Johanna Henriette Schopenhauer (1766-1838), die Mutter des weltberühmten Philosophen Arthur Schopenhauer. Sie muss ein schwieriger Geist gewesen sein. Als Goethe sie auf das Ausnahmetalent ihres Sohnes ansprach, sagte sie: „Ich habe niemals von zweien Genies innerhalb einer Familie gehört!“ – und sah dabei natürlich sich selbst als das Genie der Familie. An Langenschwalbach ließ sie kaum ein gutes Haar, wie in ihrem Buch „Ausflucht an den Rhein“ (1818) nachzulesen ist. Es fehle wohl nicht an „ländlichem Reiz“, jedoch „Pflege und Gartenkunst“ vermisse sie.

 

„Die guten Bürger von Schwalbach, die sich wie die Herren aufführen“, kümmerten sich nach ihrem Eindruck nicht hinreichend um die Bequemlichkeit der Kurgäste. So sei nicht einmal ein Dutzend Sofas vorhanden. Und der Gasthof „Kaisersaal“ hatte für sie „außer dem Namen nichts Kaiserliches“. Auf einer „sumpfigen kleinen Wiese“ stehe, wer vom Weinbrunnen trinke. Und was „Kolonnaden“ genannt werde, sei „ein hölzerner Pferdestall, ähnlich einer Baracke“. Den Misston der Kur-Musiker könnten „weder Geld noch gute Worte“ zum Schweigen bringen. Nur der Stahlbrunnen kam bei ihr etwas besser weg. Das hilfsbereite „Gnomenheer“ – im hessischen Dialekt als „Laternebube“ bekannt – sei „lobenswert wie die Esel“, welche die Fremden bei Ausflügen die steilen Hügel hinauftrugen.

 

Zu den „Laternebube“ sei erläutert, dass sich Jugendliche aus dem Ort ein Zubrot als Laternenjunge verdienten, indem sie mit Licht die (häufig angetrunkenen) Kurgäste nachts zu ihren Quartieren über die offenen Bäche am Rande der Hauptstraße begleiteten. Und die Mädchen durften als Zofen die Betten der versammelten Fürstlichkeiten aufschütteln.

 

Musiker, Schauspieler, Showbiz

 

Einer der größten Pianisten und erfolgreichsten Musiker seiner Epoche war Giacomo Meyerbeer. Hinter dem Pseudonym verbarg sich der deutsche Name des in der Mark Brandenburg geborenen Jakob Liebmann Meyer Beer (1791-1864). Er zählte zu den erfolgreichsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts und galt als Meister der Grand Opéra. Meyerbeer schuf populäre Operndichtungen wie „L’africaine“ (vollendet 1863/64). Als preußischer Generalmusikdirektor leitete er (häufig im Wechsel) die Berliner Oper und die Grand Opéra Paris. Meyerbeer, Träger des Ordens „Pour le mérite“, zählte zu den vermögendsten Künstlern seiner Epoche. Und er verbrachte 10 Jahre lang seinen Sommer in Langenschwalbach.

 

In einem örtlichen Zeitungsartikel wird 1862 ein mit einem Fackelzug verbundenes Ständchen beschrieben, das ihm der „Gesangsverein Liedertafel“ huldvoll darbrachte. Meyerbeer nahm die musikalischen Bemühungen aus der Provinz, die in den Ohren des Pariser Opernchefs einigermaßen schräg klangen, amüsiert zur Kenntnis. Den Aufzeichnungen ist zu entnehmen, dass den Großstädter die Tage im Taunus oft langweilten, dass er den Besuch jedoch als seiner Gesundheit zuträglich empfand. Als kleines Dankeschön komponierte er das mit Ironie gewürzte „Lied vom blinden Hessen“, ein „theuer werthes Lied“ nach einem Text von Karl Altmüller.

 

Aus dem internationalen Jetset sei ein anderer Gast erwähnt. Der Playboy und Partylöwe Gunter Sachs (1932-2011) verbrachte um 1968 einige Wochen in Bad Schwalbach zusammen mit seiner Gattin Brigitte Bardot (Jg. 1934). Das Paar soll am Milchhof gewohnt und ausgedehnte Motorrad-Touren unternommen haben.

 

Wirtschaft, Handel und Industrie

 

Am Anfang der Weltmarke „Kellogg’s Cornflakes“ stand der amerikanische Arzt und Unternehmer John Harvey Kellogg (1852-1943). Der Arzt kam aus einem Elternhaus, das den Lehren der adventistischen Freikirche der „Siebten-Tags-Adventisten“ angehörte, so dass er mit starken Zweifeln an der akademischen Schulmedizin aufwuchs. Kellogg predigte und praktizierte sexuelle Enthaltsamkeit, auch in seiner Ehe, die angeblich nie vollzogen worden sein soll. 

 

Als Leiter des von ihm betriebenen Sanatoriums war er stets auf der Suche nach alternativen Nahrungsmitteln für seine Patienten, was ihn zum Erfinder der Erdnussbutter werden ließ. Gemeinsam mit seinem Bruder Will Keith Kellogg gilt er zudem als Erfinder der „Cornflakes“, die anfangs aus Getreide, später jedoch aus Mais hergestellt wurden. Das 1897 gemeinsam gegründete Unternehmen „Sanitas Food Company“ stellte die „Kellogg’s Cornflakes“ her, die zur Weltmarke wurden. Im Jahre 1894 hielt sich der Klinikchef stolze 3 Monate in Langenschwalbach auf, sicherlich auch, um den Kurbetrieb und die Durchführung der Hydrotherapien mit Heilwasser fachmännisch zu studieren.

 

Eugen Hutschenreuther (1860-1899), Porzellanfabrikant aus der namhaften bayerischen Unternehmerdynastie, weilte in Langenschwalbach zur Kur.

 

Aus der Schwerindustrie seien Gäste genannt wie die deutsche Fabrikantin und Mäzenin Sophie Henschel (1841-1915). Die Gattin des Maschinenbauers Oscar Henschel, die nach dem Tod ihres Mannes zu den reichsten Frauen im Deutschen Kaiserreich gehörte, genoss das Schwalbacher Kurleben. Aus der Duisburger Unternehmerdynastie der Haniels, die im Ruhrgebiet Eisenindustrie und Bergbau betrieben, stammte Friedrich Wilhelm Haniel (1820-1890). Er, der im nicht weit entfernten Springen das Jagdhaus Dornbachhof kaufte, war in Bad Schwalbach zur Kur.

Auch der preußische Montan-Industrielle Carl Ferdinand Freiherr von Stumm-Halberg (1836-1901) suchte hier Erholung. Als Politiker war er der Gründungsvorsitzende der „Deutschen Reichspartei“. Als Unternehmer jedoch wurde er im heimatlichen Saarland vom Volksmund spöttisch als „Schlacke-Karl“ betitelt.

 


"Seele unseres Gemeinwesens"

Theresa Schmitt, Gründungsmitglied von „Ein Herz für Bad Schwalbach“, ist von der Landesregierung geehrt worden.

 

Sie engagiert sich in der katholischen Gemeinde St. Elisabeth. Sie gehört der Bad Schwalbacher „Kulturvereinigung“ an. Sie fördert die „L’Opera Piccola“. Sie hilft mit einem Projekt Armen in Ungarn. Sie gilt als „Mutter der Landesgartenschau“, die sie 2008 mit beharrlichen Gesprächen bei den Stadtoberen und mit überzeugenden Argumenten bei Ministerpräsident Volker Bouffier anstieß. Deshalb gehört sie, natürlich, dem „Förderverein Landesgartenschau“ an, setzt sich während der Großveranstaltung als Gästeführerin, Brunnenfrau und in der Lichtkirche ein.

 

Und sie ist Gründungsmitglied des Vereins „Ein Herz für Bad Schwalbach“.

 

So hat Theresa Schmitt, die dieses Jahr 80 wird, mit „herausragendem Einsatz“ Stadtgeschichte geschrieben, so die CDU-Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper. Und ist dafür von der Landesregierung im Februar geehrt worden.

 

„Da hat es die Richtige getroffen“, sagt Hans-Georg Böcher, Vorsitzender von „Ein Herz für Bad Schwalbach“. Theresa Schmitt sei „ein aufrichtiger, klarer Mensch mit einem guten Blick für das Machbare“.

 

Dass die Landesgartenschau machbar ist, davon war Theresa Schmitt schon vor zehn Jahren überzeugt. Sie kommt schließlich vom Fach, hat in der Hotellerie und fast zwei Jahrzehnte in der Kurverwaltung Kompetenz erworben, bevor es abwärts ging mit den Kliniken und Kuren und Hotels. Es schmerzte sie auch, dass der Kurpark in einen Dornröschenschlaf sank – schließlich hat sie noch die vollbesetzten Bänke der Kurkonzerte erlebt, gesäumt von Blumenpracht und Baumriesen.

 

Das ließ der engagierten Bad Schwalbacherin, die aus Baden-Württemberg stammt, keine Ruhe. „Wir brauchen die Landesgartenschau“, sagte sie Anfang des Jahres dem Lokalblatt, „weil die Stadt sonst untergeht.“

 

Dem Untergang Einhalt gebieten, Initialzündungen für einen Aufschwung geben – das ist die Motivation von Theresa Schmitt, die alle Möglichkeiten ausschöpfen will. Deshalb gehörte sie, vor gut zwei Jahren, zu den Gründungsmitgliedern des Vereins „Ein Herz für Bad Schwalbach“. Für Theresa Schmitt fast eine Selbstverständlichkeit: „Alles was ich möchte ist, dass es mit unserem wunderschönen Bad Schwalbach endlich aufwärts geht. Aus diesem Grund müssen neue, gute und nachhaltige Ideen unterstützt werden.“

 

Solche Menschen, sagte Petra Müller-Klepper bei der Ehrung für Theresa Schmitt, seien „die Seele unseres Gemeinwesens und die wichtigste Säule unserer Zivilgesellschaft“. Und Hans-Georg Böcher würdigt Theresa Schmitt als Vorbild: „Wir sind stolz, eine solche Persönlichkeit in unseren Reihen zu wissen.“

 

Abbildung: Landesgartenschau Bad Schwalbach 2018 GmbH 

 

Stand: Februar 2018