Der "Wiener Hof": Historische Aufnahme. Vor der Sanierung (2017). Fassade, Laden-Detail während der Sanierung (November 2018).

Der "Wiener Hof": Auch hier wohnte mal der Dichterfürst

Die alte Kaiserliche Reichspost ist bereits auf dem Stadtplan von 1728 abgebildet. Das „Haus zum Rappen“ reicht als Fachwerkhaus wohl zurück bis ins 17. Jahrhundert. In dem Gasthaus wohnte einst nach seiner Anreise aus Mainz auch Johann Wolfgang von Goethe. Später wurde das Haus umbenannt („Wiener Hof“), unten wurde jahrzehntelang eine Drogerie betrieben. 

 

Erworben hat das geschichtsreiche Baudenkmal, vom Vorbesitzer lange vernachlässigt, eine Grundstücksgemeinschaft. Dahinter steht ein ortansässiger Unternehmer, der zu den aktiven Förderern des Vereins zählt. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner hat er, in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege, mit der kompletten Sanierung des Gebäudes begonnen. Finanzmittel des Vereins werden dabei nicht Anspruch genommen. Jedoch ist die Baumaßnahme ein weiteres, gutes Beispiel für die Möglichkeiten und Reichweite des Vereins, der sich eine reale Aufwertung der Innenstadt auf die Fahnen geschrieben hat.

 

Aus der Vielzahl der notwendigen Maßnahmen seien ortsbildrelevante Investitionen erwähnt: Neudeckung des Daches, Neugestaltung der Sockelzone aus Massivstein (abgeschlossen), Neugestaltung der gesamten Ladenfront in traditioneller Holzbauweise (mit profilierter Kämpfersprosse und Oberlichtsprossen - abgeschlossen), Fassadensanierung (anstehend).

 

Stand: November 2018